Energieeffizienzklassen

EnergieeffizienzklassenGrundsätzlich kennzeichnen Energieeffizienzklassen den Energieverbrauch aller Arten von Gütern. Dabei kann es sich um elektrische Haushaltsgeräte, Autos oder Gebäude handeln. Das EU-weite Label, das erstmals 1994 zum Einsatz kam, soll dem Konsumenten den Kauf erleichtern und den Absatz von energiesparsamen Geräten europaweit fördern.

Die Skala leitet sich aus dem alten Bewertungssystem britischer Schulen ab. Dort wurden die Noten A bis G vergeben, wobei A das beste und G das schlechteste Resultat war.

Bei den Energieeffizienzklassen steht A für den niedrigsten und G für den höchsten Verbrauch. Die Klassifizierung orientierte sich am Stand der Technik zum Einführungsjahr 1994. Da sich seither jedoch Verbesserungen der Energieeffizienz durch den technischen Fortschritt ergaben, wurden weitere Klassen eingeführt.

2003 wurde das Label A+ und A++ eingeführt. Es wurde hauptsächlich an Kühlschränke vergeben. 2011 kam die Klasse A+++ hinzu, die seither vor allem für Geschirrspülmaschinen und Fernseher, aber ebenfalls auch für Kühlschränke verwendet wird.

Seit 2013 gilt für Spülmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke (inklusive Weinkühlschränke), Klimageräte, Wäschetrockner, Fernseher und Autos die Kennzeichnungspflicht mit dem überarbeiteten EU-Energieverbrauchsetikett.

Vorgeschriebene Mindeststandards der EU

Von der EU werden für technische Geräte Mindeststandards vorgeschrieben. Ab November 2013 dürfen beispielsweise nur noch Wäschetrockner mit mindestens Energieeffizienzklasse C auf dem Markt angeboten werden.

Als Ziel für den November 2015 sind Geräte der Klasse B angesetzt. Waschmaschinen erfordern derzeit das Niveau A, ab Dezember 2013 die Klasse A+. Kühl- und Gefriergeräte erfordern bereits jetzt schon die Klassifizierung A+.

Um einem Gerät seine Energieeffizienzklasse zuschreiben zu können, wird es zunächst einer Gruppe zugeordnet. Dabei entscheiden Kriterien wie z. B. die Bilddiagonale eines Fernsehers oder der Rauminhalt eines Kühlschrankes über die Klassifikation.

Innerhalb dieser Gruppen wird das Gerät mit dem Energieniveau eines fiktiven Referenzgerätes verglichen. Dabei handelt es sich um ein Gerät, dessen Energieverbrauch dem arithmetischen Mittel, also dem Mittelwert aller Geräte einer Gruppe, entspricht. Abweichungen von diesem Wert ergeben eine Differenz, die ins Verhältnis zum Referenzwert gesetzt wird. Daraus ergibt sich ein Prozentsatz. Mittels diesem wird dem Gerät nach einer Tabelle die Energieeffizienzklasse zugeordnet.

Zur Veranschaulichung nachfolgend ein Beispiel anhand eines PKW.

Beispiel:

Liegt der Verbrauch des PKW bei dem des Referenzwertes der Gruppe, erhält er die Klasse E. Liegt der Wert bis 8% über dem Durchschnitt, so wird die Klasse F zugeschrieben, alles bis 17% über dem Mittelwert erhält die Klasse G.

Ein Fahrzeug, welches nur die Hälfte des Referenzwertes hat, erhält die Energieeffizienzklasse A+. Bei einem Wert, der über 55% unter dem arithmetischen Mittel liegt, wird einem Fahrzeug die Klasse A+++ vergeben.

Energieeffizienz-Klassen
(Prozent des Energieverbrauchs eines (fiktiven) Referenzgeräts)

Energieeffizienz-Klasse

A+++

A++

A+

A

B

C

D

E

F

G

Haushaltskühlgeräte

<22

<33

<44

<55

<75

<95

<110

<125

<150

>=150

Lampen

 

 

60

80

95

110

130

 

 

Fernseher

<10

10

16

23

30

42

60

80

90

100

Haushaltswaschmaschinen

<46

46

52

59

68

77

87

 

 

 

 

 

 

Haushaltsgeschirrspülen

<50

50

56

63

71

80

90

 

 

 

 

 

 

Autos

<45

45

54

63

72

81

90

99

108

117

Energieeffizienz-Klasse

A+++

A++

A+

A

B

C

D

E

F

G

 

Bild: © SG- design / Fotolia.com

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