Stromerzeugung

In Deutschland werden zur Energieerzeugung die unterschiedlichsten Energieträger herangezogen. Den Hauptanteil tragen dabei Atomenergie, Kohle, Gasenergie und neuerdings auch erneuerbare Energieformen.

Kohlekraftwerke

Braunkohle und auch Steinkohle stellen mit über 40 Prozent die größte Gruppe bei der Stromerzeugung. In Kohlekraftwerken wird die Kohle verbrannt und durch die entstehende Wärme, infolge dessen Wasserdampf entsteht, werden Turbinen angetrieben. Aufgrund der natürlichen Begrenztheit dieser fossilen Brennstoffe ist das Ende dieser Technik allerdings absehbar. Durch den Einsatz neuerer Techniken, wie etwa der Kraft-Wärme-Kopplung wird versucht, diese Kraftwerke zumindest etwas effizienter arbeiten zu lassen.

Gaskraftwerke

Dieses Kraftwerk wird mit brennbaren Gasen beispielsweise Erdgas betrieben. Die Brennstoffe bringen dabei Gasturbinen zum Laufen, die wiederum mit ihnen verbundene Generatoren antreiben. Eine Gasturbine zeichnet sich durch eine hohe Leistungsdichte und durch einen schnellen Start aus. Die Fähigkeit des Schnellstarts erlaubt es, das Gaskraftwerk zur Abdeckung kurzfristig benötigter Spitzenlastabdeckungen zu nutzen. Die Leistungen dieser Kraftwerke liegen je Turbineneinheit bei 340 Megawatt. Die Turbine hat dabei eine Größe, die einem LKW-Anhänger entspricht. Die erzeugte Stromkapazität kann eine Stadt mit ca. 300000 Einwohnern versorgen.

Atomkraftwerke

Einen weiteren großen Anteil an der Energieerzeugung in Deutschland trägt die Atomkraft. Ihr Anteil liegt bei ungefähr 25 Prozent und ist aufgrund der Angst vor Unfällen eine eher unbeliebte Form der Energiegewinnung. In einem Atomkraftwerk wird mittels Kernenergie Wasser erhitzt und durch den daraus entstehenden Wasserdampf eine Turbine betrieben. Bei dieser Technologie gibt es viele verschiedene Probleme, die bisher nicht eindeutig gelöst werden konnten. Weder die Frage des entstehenden Atommülls noch die Möglichkeit einer Endlagerung dieser Stoffe ist bislang eindeutig geklärt.

Erneuerbare Energien

Gerade in letzter Zeit nimmt der Anteil von erneuerbaren Energien deutlich zu. Die Energiekonzerne investieren hauptsächlich in Windkraft und Biomasseverfahren. Auch der Anteil an Nutzung von Sonnenenergie und Wasserkraft steigt stetig. Durch die Verknappung von fossilen Brennstoffen und die große Akzeptanz in der Bevölkerung wird der Anteil der erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren steigen.

Regenerative Energien – Der Strom wird immer grüner

Spätestens im Jahr 2023 will Deutschland gänzlich ohne Atomstrom auskommen und auch andere Kraftwerke, die auf fossilen Brennstoffen basieren, würde man gerne durch grünen Strom ersetzen. Eine Reduzierung der Abhängigkeit von Atomstrom und Brennmaterialien wie Kohle, Öl und Gas ist das Ziel der Etablierung von erneuerbaren Energien, da sie sich nicht nur als umweltschonender erweisen, sondern auch in unbegrenztem Maße zu Verfügung stehen.

Was sind erneuerbare Energien?

Unter erneuerbaren oder regenerativen Energien versteht man allgemein alle Energieträger, deren Quellen nicht versiegen können. Darunter fallen beispielsweise Windenergie oder Wasserkraft, aber auch Gezeitenenergie. Ebenfalls werden darunter alle Energieformen betrachtet, die nicht in absehbarer Zeit ein Ende finden wie beispielsweise solare Strahlung.

Das Spektrum der alternativen Energien fächert sich breit auf, neben der schon genannten Gewinnung aus Wind mit Windkrafträdern, aus Wasser durch Wasserkraftwerke an Flüssen, Stauseen oder im Meer existieren noch weitere Möglichkeiten.

Bei der Geothermie nutzt man die in der Erdkruste gespeicherte Wärme. Jegliche Biomasse, Biodiesel, Biogas sowie Müll und Deponiegas, Holz und andere feste nachwachsende Stoffe, die man zur Energiegewinnung verbrennen kann, zählen zu den regenerativen Energien. Die Abgrenzung von erneuerbaren zu fossilen Energieträgern begründet sich auf der sehr langen Regenerationszeit, die bei Erdgas beispielsweise mehrere Millionen Jahre beträgt.

Wichtiger Eckpfeiler der Strom- und Energieerzeugung

In einer immer stärker auf intergenerative Nachhaltigkeit bedachten Gesellschaft hat sich der Anteil der alternativen Energien in den letzten 15 Jahren vervierfacht. Vor zwei Dekaden hätte man leicht auf sie verzichten können, doch heute stellen sie einen wichtigen Eckpfeiler der Strom- und Energieerzeugung in Deutschland dar. Bereits 2011 betrug die Quote des grünen Stroms schon mehr als 12,5% des gesamten Endenergieverbrauchs, beim Strom lag der Anteil sogar schon über ein Fünftel der Gesamterzeugung. Für die Stromerzeugung stellt die Windenergie das verhältnismäßig größte Kontingent zur Verfügung, diese könnte aber in ein paar Jahren von der Photovoltaik als Haupterzeuger, die erneuerbaren Energien betreffend, abgelöst werden.

Doppelter Gewinn durch Photovoltaik

Ein gemütliches Zimmer mit einem Kamin, in dem ein Feuer lodert, ist nicht nur eine wohltuende und gemütliche Umgebung, sondern auch eine gute Ausnutzung erneuerbarer Energien, denn die Verbrennung von Holz fällt in die Rubrik der alternativen Brennstoffe. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Modelle, wie man sein eigenes Heim durch regenerative Energien beheizen kann, doch oft reichen Solarenergie, Erdwärme- und Luft-Wärmepumpen nicht aus, damit im eigenen Domizil auch im Winter eine annehmbare Temperatur herrscht. Dennoch sind diese Anlagen eine gute Investition und verbessern nicht nur die Finanzen der Nutzer durch Einsparungen, sondern lassen diese auch teilweise kassieren, denn durch Photovoltaik erhält man für den eingespeisten Strom ins öffentliche Netz Geld zurück.